Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern – Fetale Alkoholspektrumstörung (FASD) als mögliche Ursache

Angeboten von: Prof. Dr. med. Mirjam N. Landgraf, Prof. Dr. med. Florian Heinen
Anbietende Hochschule: Uni München (LMU), TU München, Uni Erlangen-Nürnberg (FAU), Uni Würzburg
Kurssprache: Deutsch
Wissensgebiet: Medizin Kostenfrei
Durchschnittliche Bearbeitungszeit: 15 Stunden Kostenfrei Einschreiben
Bildnachweis: Deutsches FASD KOMPETENZZENTRUM Bayern, LMU Klinikum München

Was erwartet Sie in diesem Kurs?

Mit diesem Kurs treten Sie eine Reise durch Medizin, Wissenschaft und echte Lebensgeschichte an, die Ihr berufliches und privates Handeln nachhaltig verändern kann.

Haben Sie schon einmal Kinder erlebt, die „schwierig“ wirken – unkonzentriert, impulsiv, schnell überfordert und sozial auffällig? Vielleicht haben Sie selbst schon gerätselt, ob dahinter eine Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS), Autismusspektrumstörung (ASS), Bindungsprobleme … oder „schlechte Erziehung“ stecken.

Doch was, wenn sich hinter dem auffälligen Verhalten etwas ganz anderes verbirgt?

In diesem Kurs bekommen Sie einen Einblick in die vielschichtige Welt der kindlichen Entwicklung und möglicher Verhaltensauffälligkeiten – mit einem besonderen Fokus auf die Fetale Alkoholspektrumstörung (FASD) – eine der häufigsten, bei Geburt bestehenden, chronischen Erkrankungen. Mindestens 2 % aller Kinder in Deutschland sind erkrankt. Trotzdem bleibt FASD oft unerkannt.

Damit Theorie und Praxis greifbar werden, begleiten wir die fiktive Familie „Schmitt“ mit ihrer Tochter „Maja“, die eine Fetale Alkoholspektrumstörung (FASD) hat.

Schritt für Schritt werden Sie erleben:

  • wie sich bei Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten Herausforderungen im Alltag zeigen,
  • welche Fragen sich Eltern und Fachkräfte stellen,
  • wie Diagnostik und Differentialdiagnostik der FASD funktioniert,
  • welche Folgen Alkohol im Mutterleib nach sich zieht,
  • welche Stärken und Schwächen Kinder und Jugendliche mit FASD haben können,
  • und wie Sie die erkrankten Kinder und Jugendlichen bestmöglich unterstützen können.

Der rote Faden ist ein lebensnahes Fallbeispiel, das Sie durch alle Kapitel begleitet. Sie werden medizinische Grundlagen verstehen, pädagogische Strategien kennenlernen und praxisnahe Empfehlungen entdecken.

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Was können Sie in diesem Kurs lernen?

Nach Kursabschluss werden Sie:

  • FASD als komplexe Erkrankung kennenlernen,
  • typische Verhaltensmuster verstehen und ggf. angemessener darauf reagieren können,
  • mögliche Förder- und Unterstützungsstrategien aufzeigen können,
  • Anlaufstellen für betroffene Familien kennenlernen,
  • Mythen rund um Schwangerschaft und Alkohol entkräften können,
  • und selbst aktiv zur Prävention beitragen können – beruflich wie privat.

Mit diesem Kurs bauen Sie nicht nur Ihr Wissen auf, sondern auch Ihre Fähigkeit, Kinder besser zu verstehen, Familien zu unterstützen und gesellschaftlich Verantwortung zu übernehmen.

Gliederung

  1. Einleitung
  2. Verhaltensauffälligkeiten
  3. Hintergrund
  4. Diagnostik
  5. Interventionen
  6. Unterstützung
  7. Prognose
  8. Prävention
  9. Zusammenfassung

Angeboten von

Frau Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Mirjam N. Landgraf ist Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin mit Schwerpunkt Neuropädiatrie und Diplompsychologin. Sie ist als Oberärztin in der Abteilung für Neuropädiatrie des Dr. von Haunerschen Kinderspitals am LMU Klinikum München tätig. Sie leitet die Ambulanz für Risikokinder mit Toxinexposition in der Schwangerschaft (TESS) und die Ambulanz für Kinderschutzmedizin (KiM) im ispz hauner muc des Dr. von Haunerschen Kinderspitals des LMU Klinikums München sowie die interdisziplinäre Kinderschutzgruppe des Dr. von Haunerschen Kinderspitals. Darüber hinaus ist sie Leiterin des Deutschen FASD KOMPETENZZENTRUMs Bayern. Sie ist Leitlinienkoordinatorin der S3-Leitlinie „Fetale Alkoholspektrumstörungen (FASD) bei Kindern und Jugendlichen – Diagnostik und Intervention“. Zusätzlich ist sie Bundesbeauftragte für FASD der Gesellschaft für Neuropädiatrie (GNP) für Deutschland, Österreich und die Schweiz sowie Vorstandsvorsitzende der European FASD Alliance (EUFASD Alliance).

Herr Prof. Dr. med. Prof. h.c. Florian Heinen ist Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin und für Neurologie, Leiter der Abteilung Neuropädiatrie des Dr. von Haunerschen Kinderspitals und ärztlicher Direktor des ispz hauner muc des Dr. von Haunersches Kinderspital des LMU Klinikums München. Er ist Leitlinienkoordinator der S3-Leitlinie „Fetale Alkoholspektrumstörungen (FASD) bei Kindern und Jugendlichen – Diagnostik und Intervention“. Außerdem ist er Präsident der Gesellschaft für Neuropädiatrie (GNP).

Frau Sonja Strieker ist Gesundheitswissenschaftlerin (Master in Health Science, M. Sc.). Als wissenschaftliche Mitarbeiterin arbeitet sie im Deutschen FASD KOMPETENZZENTRUM Bayern war. Sie ist Leitlinienkoordinatorin und Autorin der S3-Leitlinie „Fetale Alkoholspektrumstörungen (FASD) bei Kindern und Jugendlichen – Diagnostik und Intervention“.

Weitere Mitwirkende

Frau Hannah Heiniger ist Psychologin (M. Sc.) und arbeitetet im Deutschen FASD KOMPETENZZENTRUM Bayern sowie in der Spezialambulanz für Risikokinder mit Toxinexposition in der Schwangerschaft (TESS) im ispz hauner muc des Dr. von Haunerschen Kinderspitals des LMU Klinikums München.

Frau Julia A. Schlüter ist Diplom-Sozialpädagogin (FH), Systemische Therapeutin (SG), Systemische Beraterin (SG) und Montessori-Pädagogin. Sie ist als Mitarbeiterin im Deutschen FASD KOMPETENZZENTRUM Bayern und in der Sozialberatung des ispz hauner muc des Dr. von Haunerschen Kinderspitals des LMU Klinikums München tätig.

Zielgruppe

Dieser Kurs richtet sich an alle, die beruflich oder privat Kinder, Familien oder Schwangere betreuen.

Egal mit welcher Perspektive Sie teilnehmen:
Dieser Kurs wird Ihre Sicht auf Entwicklung, Verhalten und Prävention erweitern.

Bescheinigung der Teilnahme

Sie haben die Möglichkeit, im Rahmen dieses Kurses eine automatisch generierte Teilnahmebestätigung im PDF-Format zu erhalten. Hierzu müssen Sie über alle im Kurs enthaltenen Aufgaben (Online-Selbsttests) hinweg in Summe mindestens 80 Prozent der möglichen Punkte erzielen. Die Aufgaben können beliebig oft wiederholt werden.

Lizenz

All rights reserved

Schlagworte

Gesundheit, Medizin, Pädiatrie, Kinder- und Jugendmedizin, Kinder, Jugendliche, Verhalten, Verhaltensauffälligkeiten, Alkohol, Fetale Alkoholspektrumstörung, FASD, Fetales Alkoholsyndrom, Schwangerschaft, Prävention