Gemeinsam digital: Digitale Barrierefreiheit für eine inklusive Zukunft

Angeboten von: Prof. Dr. Sandra Niedermeier, Prof. Dr. Susanna Endres, Prof. Dr. Liane Rothenberger, Prof. Stephanie Reiner
Anbietende Hochschule: HAW Kempten, KSH München, Uni Bamberg, HAW Neu-Ulm
Kurssprache: Deutsch
Wissensgebiet: Schlüsselqualifikationen
Durchschnittliche Bearbeitungszeit: 16 Stunden
Kursbeginn: 17.11.2026
Bildnachweis: Generiert von ChatGPT 5.0

Was erwartet Sie in diesem Kurs?

Der OPEN vhb-Kurs „Gemeinsam digital: Digitale Barrierefreiheit für eine inklusive Zukunft“ vermittelt grundlegende und praxisorientierte Kompetenzen zur Gestaltung barrierefreier digitaler Angebote. Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung und des Inkrafttretens des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes (BFSG) im Juni 2025 adressiert der Kurs die wachsende gesellschaftliche, rechtliche und wirtschaftliche Relevanz digitaler Barrierefreiheit.

In acht aufeinander aufbauenden Modulen erwerben die Teilnehmenden ein fundiertes Verständnis zentraler Begriffe, rechtlicher Rahmenbedingungen, ethischer Perspektiven sowie technischer und gestalterischer Prinzipien barrierefreier Mediengestaltung. Ein besonderer Fokus liegt auf der Verbindung von Theorie und Anwendung: Durch die kontinuierliche Arbeit mit einer ausgewählten Persona mit spezifischer Einschränkung analysieren die Lernenden digitale Barrieren aus einer konkreten Perspektive und entwickeln praxisnahe Lösungsansätze. Themen wie barrierefreie Sprache, Universal Design for Learning (UDL), assistive Technologien und KI-gestützte Anwendungen zur Verbesserung digitaler Zugänglichkeit ergänzen das inhaltliche Spektrum.

Der Kurs ist als modularer Selbstlernkurs (ca. 16 Stunden Workload) konzipiert und nutzt interaktive H5P-Elemente, Videos, Fallstudien sowie praxisorientierte Aufgaben zur Förderung nachhaltiger Kompetenzentwicklung. Er richtet sich an Studierende, Lehrende, Fachkräfte aus IT, Design, Medien, Bildungs- und Sozialbereich sowie an Unternehmen, die gesetzliche Anforderungen erfüllen und digitale Inklusion strategisch verankern möchten.

Als interdisziplinäres und gesellschaftlich hochrelevantes Bildungsangebot leistet der Kurs einen Beitrag zur Förderung digitaler Teilhabe und befähigt die Teilnehmenden, digitale Produkte, Dienstleistungen und Lernangebote inklusiv und zukunftsorientiert zu gestalten.

Was können Sie in diesem Kurs lernen?

Die Lernziele des Kurses umfassen den Erwerb fundierter theoretischer Kenntnisse sowie praxisorientierter Handlungskompetenzen im Bereich digitaler Barrierefreiheit. Die Teilnehmenden entwickeln ein grundlegendes Verständnis für digitale Teilhabe und deren gesellschaftliche, ethische und rechtliche Bedeutung und kennen zentrale Regelwerke. Sie sind in der Lage, digitale Inhalte und Produkte hinsichtlich ihrer Zugänglichkeit zu analysieren, rechtliche Anforderungen einzuordnen und konkrete Maßnahmen zur Umsetzung barrierefreier Gestaltung abzuleiten. Darüber hinaus erwerben sie Kompetenzen in der praktischen Anwendung technischer und gestalterischer Prinzipien, im Einsatz assistiver Technologien sowie in der didaktischen Konzeption barrierefreier Lernangebote auf Basis des Universal Design for Learning. Ziel ist es, digitale Barrierefreiheit eigenständig, reflektiert und strategisch in berufliche Kontexte zu integrieren.

Gliederung

Der Kurs ist in acht aufeinander aufbauende Module gegliedert und umfasst einen Gesamtworkload von ca. 16 Stunden. Nach einer Kurseinführung (Modul 0) werden in Modul 1 die Grundlagen und die gesellschaftliche Relevanz digitaler Barrierefreiheit behandelt. Modul 2 widmet sich unterschiedlichen Behinderungsarten, Risikofaktoren digitaler Exklusion sowie den zentralen rechtlichen Rahmenbedingungen auf nationaler und europäischer Ebene. In Modul 3 stehen ethische Perspektiven, digitale Teilhabe und Fragen von Gerechtigkeit im Mittelpunkt. Modul 4 vermittelt technische und gestalterische Prinzipien barrierefreier Mediengestaltung auf Basis der WCAG sowie kognitionspsychologischer Grundlagen. Modul 5 fokussiert sprachliche Barrierefreiheit in digitalen und journalistischen Kontexten. Modul 6 führt in das Konzept des Universal Design for Learning ein und überträgt dieses auf digitale Lernangebote. Modul 7 behandelt assistive Technologien und den Einsatz Künstlicher Intelligenz zur Förderung digitaler Barrierefreiheit. Ein abschließendes Modul bündelt zentrale Erkenntnisse und ermöglicht eine abschließende Reflexion.

Angeboten von

Prof. Dr. Sandra Niedermeier ist Professorin für Digitalisierung in Bildung und Gesellschaft an der Hochschule Kempten und leitet den Arbeitsbereich „Digitalisierung in Bildung und Gesellschaft“ am IDT. Zudem ist sie Studiengangsleiterin für Wirtschaftspsychologie an der Kempten Business School. Ihre Erfahrungen im Bereich der Konzeption, Durchführung und Evaluation von eLearning bzw. Blended Learning Angeboten, synchronen und asynchronenen Lernformaten, Präsenz- und virtuellen Workshops, Trainer- und Dozentenschulungen und Vorträgen bilden den 
Grundpfeiler ihrer Tätigkeiten. Sie promovierte am Lehrstuhl für empirische Pädagogik und pädagogische Psychologie an der LMU München und war dort mehrere Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. Als Leiterin des Profitcenters bbw digital beim Bildungswerk der bayerischen Wirtschaft (bbw) gGmbH war sie für den Bereichdigitale 
Lernmedien zuständig.

Weitere Mitwirkende

Prof. Dr. Katrin Winkler ist seit über 10 Jahren Professorin an der HAW Kempten. Zu ihren Fachgebieten gehören Themen der Unternehmensstrategie wie Personalmanagement, Change Management, Talent Management und Wissensmanagement. Seit Januar 2023 liegt ihr Schwerpunkt auf dem Thema Führung. Vor kurzem veröffentlichte sie das aufschlussreiche, zukunftsweisende Buch „Connectedness – Leadership for a Changing World” (Winkler & Bramwell, 2020). Zuvor war sie als Führungskraft in verschiedenen Unternehmen tätig, wo sie sich aktiv für die Förderung anderer Frauen in diesen Unternehmen einsetzte. In ihrem Buch verbindet sie diese umfangreichen praktischen Erfahrungen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und gibt praktische Empfehlungen für eine erfolgreiche Führung im Zeitalter der digitalen Transformation. Ihr nächstes Buch, das im Sommer 2024 erscheinen soll, befasst sich mit Teamgesundheit in virtuellen und hybriden Kontexten.

Dr. Claudia Müller-Kreiner ist Expertin für digitale Bildung und arbeitet derzeit als operative Leitung am Institut für digitale Transformation an der Hochschule Kempten. Auf Grundlage ihrer Expertise in Lehr- und Lernprozessen sowie ihrer Erfahrung als Instructional Designerin leitete sie die Entwicklung des Kurskonzepts und der Inhalte für Digitale Barrierefreiheit.


Miriam Liebhart ist Mitarbeiterin am Institut für digitale Transformation (IDT) und als Instructional Designerin im Rahmen eines Projekts der Virtuellen Hochschule Bayern (vhb) tätig. In diesem Kontext unterstützt sie die Entwicklung von Online-Kursen und begleitet Lehrende bei der Umsetzung innovativer Lernkonzepte. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der didaktischen Beratung: Sie entwickelt praxisnahe Konzepte für digitale Lehr- und Lernformate, berät zu geeigneten Methoden und unterstützt bei der didaktischen Gestaltung von Online-Kursen. Darüber hinaus bringt Miriam Liebhart ihre Expertise in Projekten ein, die die Qualität digitaler Lehre erhöhen und die Integration moderner Lernmethoden in bestehende Hochschulstrukturen fördern.

Esma Gündogan ist Mitarbeiterin am Institut für digitale Transformation (IDT) und betreut dort verschiedene Firmenkundenprojekte sowie die Entwicklung digitaler Lernformate. Im Rahmen der virtuellen Hochschule Bayern (vhb) war sie an der Konzeption und Umsetzung unterschiedlicher Online-Kurse beteiligt, die innovative Lernmethoden mit praxisnahen Inhalten verbinden.

Darüber hinaus ist Esma Gündogan im Programm Management an der Kempten Business School (KBS) tätig – insbesondere für den Online-Masterstudiengang Wirtschaftspsychologie sowie für verschiedene Zertifikatskurse der KBS.

Lisa Herb ist seit 2022 Mitglied des Teams am Institut für digitale Transformation in Arbeit, Bildung und Gesellschaft der Hochschule Kempten. Mit einem Master-Abschluss in Wirtschaftspsychologie (M.A.) trägt sie mit ihren Erkenntnissen zur Gestaltung von Kursen und Projekten zur Arbeit des Instituts bei. In ihrer Funktion am Institut betreut und unterstützt sie eine Vielzahl von Projekten zur Förderung digitaler Kompetenz und Transformation.

Prof. Stephanie Reiner ist Nachwuchsprofessorin für Innovative Didaktik (W1-Professur) an der Fakultät Informationsmanagement der Hochschule Neu-Ulm. Sie verfügt über langjährige Erfahrung in der Entwicklung digitaler didaktischer Konzepte und digitaler Lernmedien. Als Senior Researcher im Erasmus+ Projekt "Partizipative Berufsbildung und Mediendidaktik für Menschen mit besonderen Bedürfnissen (PaViVET)" (https://www.pavivetproject.com/inicio/deutsch) hat sie umfassende Expertise im Bereich der digitalen Kompetenzbildung, digitalen Barrierefreiheit und der Förderung digitaler Teilhabe

Prof. Dr. Susanna Endres ist Professorin für Pädagogik mit Schwerpunkt Medienpädagogik und Digitale Bildung an der Katholischen Stiftungshochschule München. Nach ihrem Studium der Germanistik und Kunstpädagogik für das Lehramt an Realschulen und ihrer Lehrtätigkeit an der Staatlichen Realschule in Roth im Rahmen des Referendariats absolvierte sie den Masterstudiengang „Medien-Ethik-Religion“ der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Von 2014 
bis 2016 war sie im St. Benno Verlag in Leipzig in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und im Lektorat tätig. Für die vhb hat sie in verschiedenen Kooperationsprojekten u. a. der Friedrich-Alexander-Universität, der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt sowie der Hochschule für Philosophie München Online-Seminare zu den Themen „Medienethik“, „Ethik der Digitalisierung“ sowie „Ethisches Argumentieren“ entwickelt. Sie promovierte bei Prof. Johanna Haberer an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zur Frage danach, wie im digitalen Raum 
medienethische Kompetenzen gefördert werden können. 

Prof. Dr. Liane Rothenberger studierte Diplom-Journalistik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt mit den Nebenfächern Romanistik und Musikwissenschaft und schloss ihr Diplom 2005 mit einer Arbeit über den Verein der ausländischen Presse in Deutschland ab. Danach absolvierte sie ein Volontariat im Laaber-Verlag bei Regensburg. 2008 promovierte sie an der KU mit einer Arbeit über die Programmentwicklung des deutsch-französischen TV-Kulturkanals 
"arte". Von 2008 bis 2021 arbeitete sie am Institut für Medien und Kommunikationswissenschaft der TU Ilmenau und habilitierte sich 2018 mit einer Schrift über Terrorismus als Kommunikation. Die Professur für Medien und Öffentlichkeit mit Schwerpunkt Migration hat sie seit September 2021 inne. Auslandsaufenthalte führten sie u.a. an das JOMEC in Cardiff, die UHA in Mulhouse, die Université Lumière 2 in Lyon, die Universitat Abat Oliba CEU in Barcelona und das Centre for Global Studies der University of Victoria in Kanada. Als freie Journalistin schrieb sie u.a. für den Spiegel. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Journalismusforschung, Migrationsforschung, 
Krisenkommunikation und Interkulturellen Kommunikation.

Zielgruppe

Die Zielgruppe des Kurses ist breit angelegt und richtet sich an Studierende und Lehrende verschiedener Fachrichtungen, insbesondere aus Informatik, Design, Pädagogik, Sozialwissenschaften, Wirtschaft und Rechtswissenschaften. Darüber hinaus adressiert der Kurs Fachkräfte aus IT, UX/UI-Design, Medien und Content-Erstellung, die digitale Angebote barrierefrei gestalten möchten. Ebenso angesprochen sind Personen im Bildungs-, Sozial- und Gesundheitsbereich sowie Verantwortliche in Unternehmen und Organisationen, die gesetzliche Anforderungen – insbesondere im Kontext des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes – umsetzen und digitale Inklusion strategisch verankern wollen.

Bescheinigung der Teilnahme

Für den Erwerb der Teilnahmebescheinigung ist die aktive Bearbeitung ausgewählter interaktiver Elemente innerhalb des Kurses erforderlich. Dazu zählen insbesondere verpflichtende H5P-Übungen, Quizformate sowie anwendungsorientierte Aufgaben, die erfolgreich abgeschlossen werden müssen. Voraussetzung für die Ausstellung des Zertifikats ist, dass mindestens 70 % der Kursinhalte und Aktivitäten erfolgreich bearbeitet werden. Die jeweiligen Aufgaben gelten als bestanden, wenn die definierten Mindestanforderungen erfüllt sind. Nach erfolgreicher Absolvierung aller verpflichtenden Elemente wird automatisch ein personalisiertes Teilnahmezertifikat generiert, das im Kursbereich heruntergeladen werden kann.

Lizenz

All rights reserved

Schlagworte

Digitale Barrierefreiheit, Teilhabe, Heterogenität, Verständnis, Perspektivübernahme